SUUNTO©-Interface


Dieses kleine Interface dient zum Auslesen der Tauchgangsdaten aus SUUNTO
©-Tauchcomputern auf einen PC.  Folgende Typen werden unterstützt:

  • COBRA©
  • VYPER©
  • MOSQUITO©
  • VYTEC©
  • D3©

Die Schaltung geht auf eine Entwicklung von Roli Wasmer zurück, die von mir leicht modifiziert wurde. Kernstück ist eine schaltbare Konstantstromquelle zur Erzeugung der logischen Pegel für den Tauchcomputer und einer Pegelanpassstufe des Tauchcomputerpegels an die RS232-Schnittstelle.
Die Bauelemente R5, R6, D3, IC1 und T2 bilden die Konstantstromquelle. Diese führt bei H-Signal an TxD einen Strom von ca. 0,12 mA. Das führt zu einem Spannungsabfall von etwa 2,5 V an R3. Da dieser mit der BE-Strecke von T1 in Reihe geschaltet ist, beträgt die effektive Spannung über den DC-Kontakten etwa -3,1V bezogen auf K1. Das entspricht H-Pegel am Tauchcomputer, da dieser mit negativer Logik arbeitet. T1,T3, D2, R1 und R4 bilden die Pegelanpassstufe vom DC an RS232-Pegel. Führt der Tauchcomputer H-Pegel, so schaltet T1 durch und zieht RxD über D2 und R4 auf H-Pegel. Liegt über den DC-Kontakten L-Pegel an, so sperrt T1. Führt TxD ebenfalls L-Pegel, so steuert T3 durch und zieht RxD ebenfalls auf L. D2 schützt die Basis-Emitter-Strecke von Transistor T3 vor Reversbetrieb. R4 schützt die Schaltung im Falle eines Kurzschlusses von RxD. Auch D1 hat eine Schutzfunktion im Falle einer Falschpolung von DTR.
Im Vergleich zur Originalschaltung wurden alle Dioden durch Schottky-Typen ersetzt. Diese bieten aufgrund ihres Metall-Halbleiter-Übergangs den Vorteil, dass sie eine wesentlich geringere Durchflussspannung als normale Siliziumdioden besitzen (typisch 250 mV). Dadurch ist auch die Funktion an Notebooks sichergestellt, deren Pegel oft nicht ausreichen, um das Interface sicher zu betreiben. Aus dem gleichen Grund wurde die Zenerdiode von 4,3 V durch eine Bandgap-Referenzspannungsquelle (IC1) von 1,25 V ersetzt.

 

Stromlaufplan

Nachdem die Platine komplett bestückt ist, sollte nach folgender Prüftabelle die Funktion der Schaltung in zwei Prüfschritten sichergestellt werden. Es sind die in der Tabelle rot dargestellten Spannungen an die entsprechenden Eingänge anzulegen. Als Resultat müssen die "gelben" Werte in den braunen Feldern gemessen werden (+- 10%).
Sind alle Messungen OK, wird das Interface bei
abgeschaltetem PC auf eine COM-Schnittstelle aufgesteckt. Danach wird der Rechner gestartet und SUUNTO DIVE MANAGER ausgeführt. Unter ÜBERTRAGUNG>PC INTERFACE EINRICHTEN wird ein TEST gestartet. Dabei muss das Interface an dem angesteckten COM-Port gefunden werden. Eventuelle Probleme können durch das Variieren der Verzögerungszeit gelöst werden. Ist auch dieser Test erfolgreich verlaufen, kann das Gerät komplettiert werden.

 

Signalbezeichnung

Anschluss-Nr

1. Prüfschritt

2. Prüfschritt

DTR

4

+9 V

+9 V

RxD

2

+8,5 V

-8,5 V

TxD

3

+9 V

-9 V

GND

5

0 V

0 V

Spannung über DC-Kontakten bezogen auf K1

-3,1 V

0 V

Prüftabelle

 

Die Leiterplatte wurde so gestaltet, dass sie freitragend zwischen die Lötanschlussreihen der Sub-D-Buchse eingelötet werden kann. Damit passt die gesamte Baugruppe in ein handelsübliches SUB-D Selbstbaugehäuse, das damit direkt auf einen COM-Port des PC aufgesteckt werden kann. Es sind keine weiteren Befestigungen notwendig. In das offene Ende des Selbstbaugehäuses wird ein Kunststoffdeckel eingeschoben. Er wird zentrisch mit einer Bohrung für die Kabeldurchführung versehen. Das zweiadrige geschirmte Kabel sollte nicht länger als 1,5m sein um Übertragungsstörungen zu vermeiden. Der Schirm ist auf das Gehäuse des Sub-D-Steckers zu löten.

Der DC-Stecker, der den Tauchcomputer kontaktiert, wird aus Leiterplattenmaterial hergestellt. Zwei eingelötete Messingstifte bilden die Kontakte. Die Leitung wird durch das Mittelloch geführt und die Adern mit den Stiften verlötet. Ein Kabelbinder dient als Zugentlastung. Ein handelsüblicher Gummiring wird zur Fixierung des Steckers auf dem DC bei der Datenübertragung verwendet.

Der Stecker wird sorgfältig auf die DC-Kontakte aufgesetzt. Danach umschlingt man den Computer mit dem Gummi und hängt ihn in die Kerben des DC-Steckers ein.

 

Das Interface arbeitet problemlos mit der Software SUUNTO© DIVE MANAGER 1.4 und 1.6 zusammen. Es handelt sich dabei um das Programm, das SUUNTO©  standardmäßig seinen Interfaces beilegt. Es ist frei von deren Website downloadbar. Über Handhabung und Funktion möchte ich mich hier nicht näher äußern. Das Programm kann in mehreren Sprachen installiert werden. Es ist intuitiv zu beherrschen und im Notfall sorgt die sehr gute HILFE für die Klärung offener Fragen. Ich hatte schon erwähnt, dass beim ersten Start das Interface zunächst eingerichtet werden muss. Nachdem das Interface an die Schnittstelle angeschlossen wurde, wird SUUNTO© DIVE MANAGER gestartet. Durch Klicken von Übertragung-->Interface Einrichten erscheint ein Fenster zur Auswahl der Schnittstellen. Hier muss die COM ausgewählt werden, an der das Interface angeschlossen wurde. Mit dem TEST-Knopf kann auch eine automatische Erkennung gestartet werden. Das ist eigentlich schon alles. Über die Variation der COM-Verzögerung, sollen angeblich Kommunikationsprobleme gelöst werden können.

 

 

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