MARES©-Interface


Dieses Interface dient zum Auslesen der Tauchgangsdaten aus MARES
©-Tauchcomputern auf einen PC.  Folgende Typen werden unterstützt:

  • TUTOR©
  • GUARDIAN©
  • SURVEYOR©
  • SURVEYOR NITROX©
  • APNEIST©

Diese  werden in zwei Bauformen hergestellt. Während sich die DCs elektronisch nicht unterscheiden, ist die Kontaktierung mit dem Interface unterschiedlich gelöst worden. Die neuen Gehäuse-Typen (TUTOR©, SURVEYOR©, SURVEYOR NITROX© und APNEIST©) besitzen zwei seitliche flache Kontakte. Um eine Verbindung herzustellen, ist das Interface mit einer Klemmvorrichtung ausgestattet, in die der Computer eingelegt werden muss. Das hier vorgestellte Interface ist maßgeblich für diese Computertypen konzipiert.
Das ältere Modell GUARDIAN
© besitzt zwei abgerundete Kontakte auf der Oberseite, die mit einer Bohrung für die Interface-Kontakte versehen sind. Am Interface ist ein Anschlussadapter, der aus zwei Stiften auf einem Bügel besteht. Diese werden zur Kontaktierung einfach in besagte Löcher eingesteckt. Dabei muss auf die richtige Zuordnung der Kontakte geachtet werden. Hier kann der Klemmbügel entfallen. Auf die mechanischen Besonderheiten für dieses Interface wird später eingegangen.
Die Tauchcomputer von MARES
© werden auch von Fremdfirmen unter anderem Lable in Lizenz gefertigt. Diese sollen mit den Original-Geräten baugleich sein. Es ist deshalb anzunehmen, dass sie ebenfalls problemlos mit dem Interface kommunizieren können.  Erprobt habe ich diese Geräte jedoch nicht, sodass ich an dieser Stelle keine Verbindliche Aussage über die Funktion treffen kann.

Die Schaltung besteht aus einem Schnittstellenwandler-IC in Standardbeschaltung, der die logischen Pegel zwischen Tauchcomputer und serieller Schnittstelle anpasst. Die Stromversorgung des Schaltkreises wird aus dem DSR/DTR-Signal gewonnen, sodass keine zusätzliche Spannungsversorgung notwendig ist. Das Interface ist zum Anschluss an eine serielle PC-Schnittstelle (COM) mit einem 9-poligen Stecker ausgstattet.

 

Stromlaufplan

 

Die Schaltung findet auf einer 6 x 4 cm großen Leiterplatte Platz. Diese wird in ein kleines CONRAD-Gehäuse eingebaut, welches vorher mit den entsprechenden Bohrungen für Kontakte und Kabeldurchführungen versehen wurde.  Das 4polige Anschlusskabel wird durch die großen Löcher der Platine geführt, um eine Zugentlastung zu realisieren. Die beiden Kontakte für den Tauchcomputer werden über zwei kurze Leitungen an Lötösen geführt, die mit den Gehäusekontakten verbunden werden. Dazu dienen zwei M2-Schrauben, die in den Gehäusedeckel eingeschraubt werden. Sie müssen so positioniert werden, dass diese mit den  DC-Kontakte genau übereinstimmen. Anschließend wird die Leiterplatte in die Unterschale des Gehäuse eingeschraubt. Am Ende des abgeschirmten Kabels, das nicht länger als 1,5 m sein sollte, wird eine 9polige Sub-D-Buchse mit passender Griffschale angebracht.

Um den Tauchcomputer kontaktsicher mit dem Interface zu verbinden, wird ein Bügel verwendet, der aus 2mm starkem PVC gebogen wurde. Die Knickkante wird dicht über einen angeheizten Lötkolben gehalten, ohne diesen jedoch zu berühren. Wenn das Material weich genug ist, wird der Streifen um 90° abgewinkelt. Danach wird das Teil mit Kontaktkleber an die Unterschale des Gehäuses geklebt. Das erfolgt zweckmäßigerweise mit eingelegtem DC. So kann dieser genau mit den Kontakten einjustiert und eine optimale Klemmkraft erreicht werden.

Wie bereits angedeutet, besitzt der GUARDIAN© zwei Hohlkontakte für den Interfaceanschluss. Eine Klemmvorrichtung ist hier nicht nötig. Das vereinfacht natürlich den mechanischen Aufbau, weil der PVC-Bügel wegfällt. Stattdessen wird ein ca. 20cm langes 2poliges Kabel aus dem Gehäuse herausgeführt. Es wird zur Zugentlastung durch die zwei 3,2 mm-Bohrungen der Leiterplatte gezogen. Wie nebenstehend zu sehen, werden die Drahtenden in Aderendhülsen (0,5 mm² ) eingelötet. Diese passen genau in die Bohrungen der DC-Kontakte.

 

Als Software können die beiden Programme DCDS2.1 und DCDS 2000 von MARES©. verwendet werden. Sie können direkt  als Freeware von deren Website geladen werden.  DCDS 2000 unterstützt das ältere Computermodell GUARDIAN© leider nicht mehr. Weitergehende Informationen sind der jeweiligen HILFE zu entnehmen. Zur Inbetriebnahme muss zuerst das Interface bei ausgeschaltetem PC an eine COM-Schnittstelle angebracht werden. Es ist wichtig, dass die Schnittstelle nicht an ein anderes Gerät vom Betriebssystem vergeben wurde (z.B. externes Modem). In diesem Fall kann das Interface nicht initialisiert werden und es erfolgt eine Fehlermeldung beim Auslesen der Daten. Es ist deshalb in der Systemsteuerung bzw. im Gerätemanager die Verwendung der seriellen Schnittstellen durch andere Geräte, die am PC angeschlossen sind zu überprüfen.

 

MARES©   HTM Sport S.p.A - Salita Bonsen,4 -P.O. Box 142-16035 Rapallo, Italy

TUTOR©
GUARDIAN©
SURVEYOR©
SURVEYOR NITROX©
APNEIST©

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